Handbuch Niederwild 179

Naturnahe Bruthilfen für Wildenten
Kapitel 4 (Seite 179)
Sie möchten ein naturnahes Entenbruthaus bauen? Hier erfahren Sie Schritt für Schritt, wie das gelingt und was Sie beachten müssen.
Entenbruthaus bauen
Zum Bau des Brutkastens verwenden wir 2,5 cm bis 3 cm starke Bretter.
- Die beiden Bodenbretter werden mit drei Laschen vorne, mittig und hinten miteinander verschraubt. Damit die Schrauben besser ziehen, bohren wir die Laschen vor.
- Auf die Bodenbretter wird nun der Rahmen für den Nestplatz aufgeschraubt.
- Nun befestigen wir mit Krampen den einen Bogen des Kotgrubengitters beiderseits des Nestrahmens.
- Der zweite Bogen wird nur auf der einen Seite angenagelt und kann somit abgeklappt werden, um jährlich neues Deckmaterial zwischen die Drahtbögen zu stopfen. Stramm gezogen wird die lose Seite des Bogens am ersten Bogen mit Draht befestigt und hält das Grasdach wind- und wetterdicht.
- An ausgesuchter Stelle schlagen wir einen starken Pfahl gut in den Teichgrund. Auf sein Kopfende stülpen wir eine Weißblechdose gegen Ratten und schrauben nun das ausgerichtete Bruthaus auf.
- Zum Schluss füllen wir den Innenraum reichlich mit Nestmaterial aus und lassen eine ganze Fahne vorn auf das Anflugbrett hinausschauen. So wecken wir das Interesse der suchenden Ente bestimmt.
- Dieses Bruthaus eignet sich auch sehr gut, um später einen natürlichen Brutplatz in einer Kopfweide herzustellen. Dazu schlagen wir einen frischen armstarken Weidenast im Uferbereich ein und setzen das Bruthaus darauf. Ebenso können wir auch eine bestehende Weide in der Stärke auf Bauchhöhe absägen und das Haus daraufsetzen. In den Folgejahren binden wir lediglich die seitlich emporschießenden Triebe über dem Bruthaus mit Draht zusammen oder flechten sie sogar zusammen, so dass sie mit der Zeit wieder zusammenwachsen und eine natürliche Bruthöhle entstehen kann.